Deutsche Börse Aktie aktuell Deutsche Börse: 200-Tage-Linie unter schwerem Beschuss

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Börse Aktie

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Deutsche Börse
ISIN: DE0005810055
Ticker: DB1
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Zur Deutsche Börse Aktie

Da, wo die Aktie der Deutschen Börse am Freitag die Woche beendete, wäre einiges möglich – in beide Richtungen. Der Kurs ging mit einem klassischen Patt ins Wochenende: Er konnte sich zwar einerseits nicht von wichtigen Unterstützungen nach oben absetzen, hielt diese aber andererseits. Seit Anfang September ringt die Aktie mit ihrer im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie bei 147,57 Euro, deren Bruch nicht nur an sich schon ein bärisches Signal wäre. Die Linie verläuft derzeit knapp über den Zwischentiefs vom Mai und Juni um 145 Euro, deren Unterschreiten ein mittelfristiges Topp vollenden würde. Das aber, solange die Aktie diese Zone hält, ein potenzielles Topp bleibt.

Würde die Aktie des Börsenbetreibers klar unter 145 Euro schließen, könnte dieses Topp seine negative Wirkung entfallen, Bis dahin könnte das bullische Lager jederzeit noch die Widerstände bezwingen, die für dieses Topp den „Deckel“ darstellen. Gelänge es, die Aktie über die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei 154 Euro sowie über die Widerstandszone 155,90/161,45 Euro hinauszutragen, wäre eine mittelfristig relevante Abwärtstrendwende mit einer unmittelbaren Kurszielzone im Bereich 128,45/133,30 Euro, das ist das große Abwärts-Kurslücke vom März, erst einmal kein Thema mehr. Bis jetzt gelingt es, das Startsignal für die Bären zu verhindern. Aus der Welt bekommt man es aber nicht.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Deutsche Börse Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dass es seit drei Wochen nicht gelingt, eine Trendentscheidung herbei zu führen, ist nicht unbedingt überraschend, denn die aktien/deutsche-boerse-aktie/" data-performance_hover="115" data-company_name="Deutsche Börse AG" data-company_abbreviation="Deutsche Börse">Deutsche Börse sitzt zwischen den Stühlen. Wer mit einem großen Einbruch der Kurse als Folge der platzenden Hoffnungen auf eine rasante konjunkturelle Wende rechnet, würde hier nicht Short gehen, weil ein neuer Baisseschub immer mit steigenden Umsätzen verbunden wäre, was die Kassen des Börsenbetreibers füllen würde. Auf der anderen Seite wäre dieser Effekt nicht stark genug, damit sich die Deutsche Börse als ein „sicherer Hafen“ im Fall eines abwärts kippenden Gesamtmarkts anbieten würde, da wären andere Aktien einfach lukrativer.

Dem bullischen Lager hingegen ist die Gewinndynamik zu schwach. Die Analysten rechnen zwar damit, dass der Gewinn im laufenden Jahr um gut zehn Prozent zulegen dürfte. Aber in Relation zu anderen Unternehmen, die bislang von der Rezession verschont bleiben oder sogar von der Krise profitieren, ist das nicht attraktiv genug. Zu gut zwar, um Short zu gehen, aber doch zu mager, um hier gezielt auf den Ausbruch zu spekulieren.

Aber keine Aktie bleibt ewig in einer Seitwärtsrange, erst recht nicht, wenn dabei die 200-Tage-Linie im Feuer steht. Die kurzfristigen Trader werden die Akteure zweifellos von ihrer Unentschlossenheit erlösen, wobei der Weg nach unten derzeit der leichtere wäre, da die Aktie bereits am unteren Ende des potenziellen Topps rangiert. Vor einer klaren Entscheidung durch Schlusskurse über 162 oder unter 145 Euro sollte man die Aktie aber besser (noch) den Daytradern überlassen.

Deutsche Börse Aktie: Chart vom 25.09.2020, Kurs 147,00 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Deutsche Börse Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang September hatten wir die angespannte Gesamtsituation in der Aktie der Deutschen Börse beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Titel gerade ein weiteres tieferes Tief generiert. Dies war gleichzeitig auch der Übergang in einen Abwärtstrend. Zwar konnten sich die Kurse dieser Tage wieder leicht erholen, doch es scheint, als ob der Verkaufsdruck nun an den fallenden gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 wieder deutlich zunimmt. Augenscheinlich bildet sich hier eine Bärenflagge, welche darauf wartet, in Richtung Süden gebrochen zu werden. Dies würde zum Plan der Bären passen und könnte die Kurse eine weitere Etage tiefer bringen. Das technische Gesamtbild bleibt deutlich angeschlagen.

Expertenmeinung: Die Bären haben hier das Ruder übernommen und solange wir kein neues höheres Hoch oder ein höheres Tief im Chart bekommen, gibt es auch keinen Grund, die bärische Gesamthaltung auf die Deutsche Börse Aktie zurückzunehmen. Wohin könnten die Kurse noch fallen? Wenn wir uns den gesamten Anstieg von März bis Juli ansehen und darüber die sogenannten Fibonacci-Reihen legen, dann ergäbe sich das nächste Kursziel mit rund 140 EUR. Hier befände sich das 38.2% Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung. Somit sehen wir doch noch einiges an Potential nach unten.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 15.09.2020 Kurs: 150.60 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Charttechnik kann ja so einfach sein … aber diesen Eindruck hat man vor allem dann, wenn man vollendete Konsolidierungs- oder Trendwendeformationen im Nachhinein betrachtet, sich verteidigte oder gebrochene Trendlinien, Kanäle oder Unterstützungen ansieht. Während sich solche Formationen entwickeln, ist alles im Fluss und davon abhängig, was als nächstes passiert. Und das ist selten logisch herzuleiten. Würden zum Beispiel hinsichtlich der Aktie der Deutschen Börse alle davon überzeugt sein, dass das Unternehmen nicht nur von der Chaos-Phase im Frühjahr profitiert hat, sondern auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich gut verdienen wird und die Aktie daher noch kaufenswert sei, wäre der Kurs gar nicht erst in diese wacklige Situation geraten.

Natürlich dürfte kaum jemand anzweifeln, was seitens der Experten nahezu Konsens ist, nämlich dass Umsatz und Gewinn bei der deutschen Börse in diesem Jahr zulegen werden und gute Chancen bestehen, dass das 2021 so bleiben wird. Die Frage, die derzeit Käufer und Verkäufer trennt ist, ob der Aktienkurs das nicht schon hinlänglich eingepreist hat, so dass die Aktie jetzt langsam teuer genug ist, um auszusteigen oder gar Short zu gehen. Was das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht, das für 2020 (vorausgesetzt, die Konsens-Gewinnschätzung der Experten würde eintreffen) im Bereich um 23 liegt, ließe sich von zu teuer eigentlich nicht sprechen. Das ist eine Bewertung, die im Bereich der drei vorangegangenen Jahre liegt. Es sei denn, man würde unterstellen, dass der jahrelange, stetige Zuwachs der Umsätze ab 2021 deutlich an Schwung verliert. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob das Lager der Optimisten oder das der Skeptiker Recht bekommen wird. Aber die charttechnische Entscheidung steht eben jetzt an, da wird niemand bis Ende 2021 warten. Ist das ein Problem?

Expertenmeinung: Nein, denn der Vorteil klarer Trendentscheidungen ist, dass sie imstande sind, Meinungen zu „überstimmen“. Sollte die Deutsche Börse-Aktie die jetzt angesteuerten Unterstützungen brechen, würde kaum jemand in ein dann fallendes Messer greifen, weil er/sie eigentlich der Ansicht ist, die Aktie müsste weiter steigen. Man würde das erst dann wieder als Kaufargument sehen, wenn der Kurs die nächsten Auffanglinien halten oder eine solide Aufwärtstrendwende vollziehen würde. Ebenso würden die meisten Skeptiker nicht stur dagegenhalten, wenn der Aktie der Befreiungsschlag gelingt, sondern würden dem charttechnischen Signal folgen. Nur in welche Richtung das geht, das ist per Montagabend noch offen. In dieser Entscheidungsphase sind vorgenannte, mögliche Sichtweisen wichtig; sie sind imstande, die Ausschlagrichtung des Pendels zu bestimmen. Ist das Signal indes erst einmal da, hat man es einfacher: Man folgt der Ausbruchsrichtung.

Daher würde es sich anbieten, dieses Gerangel innerhalb der entscheidenden charttechnischen Ankerpunkte anderen zu überlassen und erst aktiv zu werden, wenn die Würfel gefallen sind. Aber welche Ankerpunkte sind das überhaupt? Sie sehen im Chart, dass die Aktie momentan eine Konsolidierung in Form einer Flagge vollzieht (im Chart blau markiert). Deren untere Begrenzungslinie bildet momentan zusammen mit Zwischentiefs vom Mai und Juni und der 200-Tage-Linie (im Chart dick schwarz) bei 145/147 Euro eine markante Kreuzunterstützung. Sollte der Kurs hier nach oben drehen und die „Flagge“ dadurch ebenso überwinden wie die bis in den Februar zurückreichende Widerstandszone 159/162 Euro, wäre der Weg nach oben wieder frei … und die Skeptiker würden dann erst einmal die Füße stillhalten. Sollte die Chance für einen neuen Aufwärtsimpuls, den eine solche potenziell bullische Flaggenformation immer bietet, aber liegen gelassen werden, die Deutsche Börse unter 145 Euro schließen, wäre eine Toppbildung vollendet, der Weg in Richtung der nächsten, markanteren Supportlinie um 130 Euro erst einmal geebnet. Eine ebenso offene wie spannende Konstellation, die sich zeitnah zu Gunsten eines klaren, charttechnischen Signals auflösen wird.

Chart vom 07.09.2020, Kurs 150,70 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse auf die Aktie der Deutschen Börse war die Welt noch in Ordnung. Der Chart zeigte eine Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs und der Titel befand sich bis zu diesem Zeitpunkt in einem beständigen Aufwärtstrend. Mit dem Bruch des Pivot-Tiefs von Mitte Juli wurde dieser aber beendet und die Aktie ging in eine neutrale Verkaufsphase über. Hierbei wurden auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 verletzt – kein sonderlich positives Zeichen. Nachdem sich mittlerweile eine mehrwöchige Seitwärtsphase bilden konnte, wurde diese jetzt auch noch nach unten verlassen. Mit dem Bruch des Bodens bei 152.40 EUR ist die Deutsche Börse Aktie nunmehr sogar in einen Abwärtstrend übergegangen.

Expertenmeinung: Die Lage sieht alles andere als gut aus und Anleger müssen wohl damit rechnen, dass die Kurse auch in den kommenden Tagen wohl weiter unter Druck geraten dürften. Was könnte die Aktie retten? Nun hierzu müssten die Kure schnell wieder über den letzten kleineren Widerstand bei 160 EUR springen. Sollte dies nicht gelingen und danach sieht es wohl aus, müssen wir uns wohl oder übel die nächsten Ziele nach unten suchen. Kleinere Support-Ebenen befinden sich bei 145.20 und 133.15 EUR. Dies waren die letzten bereits im Chart eingezeichneten Pivot-Punkte. Wir senken unsere Erwartungen auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 04.09.2020 Kurs: 148.70 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Kampf um das bisherige Allzeithoch in der Aktie der Deutschen Börse wurde von Mai auf Juni ausgetragen. Immer wieder bissen sich die Bullen rund um die Marke von rund 156 EUR ihre Zähne aus, bis schlussendlich der Breakout nach oben gelang. Somit wird dieses Niveau zu einer wichtigen Unterstützung im Chart der Aktie. Der Weg in Richtung neuer Höchststände ist frei, denn es gibt keine Widerstände mehr. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig in Richtung Norden und unterstreichen das aktuell vorherrschende positive Momentum. Die Outperformance und die relative Stärke gegenüber dem DAX ist schier beeindruckend. Hier stehen vorerst alle Ampeln auf Grün.

Expertenmeinung: Solange die Kurse nicht wieder unter die erörterte Unterstützungsebene zurückfallen, ist mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Aktie auf jedwedem Niveau gekauft werden sollte. Aktuell wäre ein Pullback in Richtung der Marke von 160 USD für einen möglichen Einstieg zu favorisieren. Hier wartet die 20-Tage-Linie, welche bereits in der bisherigen Aufwärtsbewegung immer wieder für eine solide Unterstützung sorgte und der Einstieg wäre um einiges günstiger, als auf dem aktuellen Niveau. Wir bleiben vorerst bei unserer bullischen Einstufung der Aktie.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.07.2020 Kurs: 165.30 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Während der DAX am Donnerstag fiel wie ein defekter Fahrstuhl, hielt sich die Aktie der Deutschen Börse AG beeindruckend stabil. Und selbst, wenn der Gesamtmarkt jetzt deutlicher nach unten abdrehen sollte, wäre es nicht unmöglich, dass diese Aktie sich in dieser Hinsicht heraushält. Denn was den Marktteilnehmern in der ersten Verkaufspanik im Februar und März noch entgangen war, ist jetzt vielen klar: Diese Aktie wäre grundsätzlich ebenso relativ unabhängig von der Richtung des Index wie der Konjunktur, denn der Börsenbetreiber verdient vor allem dann mehr, wenn die Umsätze am Markt kräftig zulegen. Und das ist in einer Hausse ebenso der Fall wie in einer Baisse.

Das unterstreichen auch die Bilanzzahlen und Kommentare des Unternehmens der vergangenen Wochen. Ende April kam die beeindruckende Bilanz des ersten Quartals auf den Tisch, in der die deutsche Börse bei Umsatz und Gewinn deutlich über dem Ergebnis des ersten Quartals 2019 lag und auch die Analystenerwartungen solide überbot. Dass der Umsatz weiterhin eine starke Ertragskraft verspricht, zeigte sich in den Daten zum April, in dem der Börsenumsatz am deutschen Kassamarkt 40 Prozent über dem Vorjahr lag. Und vor drei Wochen betonte der Finanzvorstand des Unternehmens, dass man keine nennenswerten Folgen der Corona-Krise auf die Ertragslage erwarten würde.

Expertenmeinung: Damit würde sich die Aktie als „sicherer Hafen“ par excellence anbieten, denn ob Hausse oder Baisse, der Markt wird in dieser so emotionalen Gemengelage kaum „einschlafen“. Auch das sonst oft auftretende Sommerloch beim Umsatz könnte diesmal kleiner werden oder sogar ausfallen. Doch einen Haken hätte die Sache dennoch: Als Teil des DAX und des Euro Stoxx kann sich die Aktie dem Auf und Ab dieser Indizes nicht völlig entziehen. Fonds können zwar, wenn sie diese Indizes als Benchmark haben, differenziert investieren und die Aktie übergewichten; die immer beliebter werdenden ETFs aber nicht, denn die bilden einen Index präzise ab. Sicher sein kann man also nicht, dass sich diese Aktie einem womöglich stärker werdenden Sog wird entziehen können.

Aber letztlich wird sich das ja im Chart niederschlagen, so dass es sich anhand der dort generierten Signale disponieren ließe. Die entscheidenden Chartmarken sind klar definiert. Auf der Oberseite gälte es, das bisherige Rekordhoch vom Februar bei 158,90 Euro zu überwinden, unterhalb dem der Kurs schon seit Wochen seitwärts läuft. Auf der Unterseite ist es die momentan bei 140,30 Euro verlaufende 200-Tage-Linie, auf die es ankommt. Gelingt der Ausbruch nach oben, wäre der Status der deutschen Börse-Aktie als „Allzweckwaffe“ in Hausse und Baisse bestätigt. Fällt die 200-Tage-Linie, hieße das, sie würde doch mit in den Sog gezogen, dann sollte man auf jeden Fall erwägen, hier erst einmal auszusteigen.

Deutsche Börse Aktie Chart vom 12.06.2020, Kurs 149,45 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX