Börsenblick

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Aktienanalyse:
GEA Group: Ist das Gröbste überstanden?

Aktuelle Analyse der GEA Group Aktie

Einerseits machte die Aktie des Anlagenbauers GEA Group am Dienstag mit +6,07 Prozent den größten Sprung von allen Aktien im MDAX. Andererseits schloss die GEA Group Aktie deutlich unter ihrem Tageshoch. Das sicher nicht zufällig genau auf Höhe der 200-Tage-Linie lag. Den Kurssprung hatte die am Morgen vorgelegte Bilanz des zweiten Quartals ausgelöst. GEA hat zwar bei einem Umsatzanstieg von 1,7 Prozent zum Vorjahresquartal 22 Prozent weniger verdient (gemessen als EBITDA, d.h. als Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen). Nicht gut, denn das reflektiert den sukzessiv wachsenden Druck auf den Maschinenbausektor, der sich in sinkenden Gewinnmargen äußert. Aber es war ein Ergebnis, dass wenigstens ein wenig besser ausfiel als das, was die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Das Argument „es hätte schlimmer kommen können“ ist immer ein tauglicher Auslöser für einen Kurssprung, wenn eine Aktie in den Wochen zuvor markant an Boden verloren hat, weil man genau mit diesem „Schlimmeren“ rechnete bzw., was die Leerverkäufer angeht, darauf gewettet hat. Aber ist diese Bilanz auch ein taugliches Fundament, um zu konstatieren, dass das Gröbste überstanden und ein Boden gefunden ist?

Expertenmeinung: Das sollte man zumindest mit einem Fragezeichen versehen. Die Tatsache, dass der Anstieg der GEA Group Aktie ausgerechnet am nächstgelegenen und zugleich mittelfristig relevanten Widerstand in Form der 200-Tage-Linie bei aktuell 23,76 Euro gestoppt und der Kurs erst einmal abgewiesen wurde, unterstreicht, dass das einige Akteure ebenso sehen. Immerhin war diese Bilanz ein Blick zurück. Die GEA Group bestätigte zwar ihre jüngsten Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr. Aber die Rahmenbedingungen sind und bleiben kritisch, von einer Aufhellung ist bislang nichts zu sehen. Hinzu kommt, dass die Themen Handelsstreit USA/EU und der BrExit bislang nur in Form wachsender Vorsicht der Kunden existieren und sich die Zurückhaltung von dieser Seite noch deutlich steigern kann. Der gestrige Kurssprung ist daher einer „auf Bewährung“, wobei es angesichts des Chartbildes nicht ausreichen würde, die gestern nicht genommene 200-Tage-Linie zu überwinden. Wenn die Aktie die markante Widerstandszone 26,09/26,30 Euro bezwungen hätte, wären hier in der Tat taugliche Long-Signale generiert. Aber bis dorthin ist der Weg momentan noch weiter als bis zu einem Bruch des Juli-Tiefs bei 21,16 Euro, der den Weg nach unten umgehend wieder freigeben würde. Noch ist diese Aktie den Klauen der Bären also nicht entrissen und Short-Trading-Chancen nicht vom Tisch!

Chart vom 06.08.2019, Kurs 22,88 Euro, Kürzel G1A | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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