Börsenblick

Zurück Mai Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
Siemens: Wie weit kann der Schub tragen?

Die am Morgen präsentierte Quartalsbilanz und die Charttechnik wirkten am Mittwoch Hand in Hand und trugen die Siemens-Aktie mit +4,56 Prozent auf Platz zwei der Tagesgewinner im DAX. Basis dieser Käufe waren zwei Dinge. Zum einen lagen zwar Umsatz und Auftragseingang im Rahmen der Erwartungen und nur leicht über dem Vorjahr, aber es blieb, vor allem als Nettogewinn gerechnet, deutlich mehr in der Kasse als gedacht.

Dass die 1,8 Milliarden Euro Nettogewinn unter den 1,95 Milliarden im ersten Kalenderquartal 2018 lagen, störte niemanden, denn die Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,17 Milliarden gerechnet – das zählte. Hinzu kam die Meldung, dass der Spinoff der Energiesparte voranschreitet.

Zudem will Siemens das Bahngeschäft ausgliedern. Gemeinhin geht man davon aus, dass einzelne, unabhängige Bereiche höher bewertet werden als das Konglomerat. Auch das war also ein Punkt, der den Akteuren am Mittwoch gefiel. Dennoch hätte das Plus deutlich kleiner ausfallen können, wäre die Aktie nicht von einem potenziellen Sprungbrett aus gestartet.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass die Aktie im ersten Quartal eine negative Divergenz zum Gesamtmarkt ausgewiesen hatte. Während der DAX kräftig stieg, trat Siemens auf der Stelle. Der Kurs startete erst mit dem Beginn des zweiten Quartals durch, verlor aber gegen Ende April schon wieder an Schwung und begann zu konsolidieren. Das führte dazu, dass der schwache Start in die Woche für Siemens aus charttechnischer Sicht gleich kritisch wurde, denn auf einmal stand die Mitte April erst zurückeroberte 200-Tage-Linie im Feuer.

Die wurde am Montag im Tagestief getestet und hielt, die Aktie federte von dieser aktuell bei 102,70 Euro verlaufenden Linie wieder nach oben. Doch am Dienstag war der Kurs schon wieder dort. Und diesmal blieben die Käufe aus. Eine negative Reaktion auf die Bilanzdaten hätte die Aktie „über die Klippe“ gestoßen. So aber waren die Nachrichten gut genug, um sofort Käufe der erleichterten Akteure auszulösen.

Siemens startete mit einer Kurslücke nach oben und schloss sogar auf einem neuen Jahreshoch. Wirklich markante Charthürden würden jetzt erst in der Zone um 120/121 Euro warten. Aber ein Anlauf dorthin erfordert ein positives Umfeld. Sollte die Reaktion auf die jetzt anlaufenden Verhandlungen USA/China negativ ausfallen, wird sich Siemens nicht gegen einen negativen Gesamtmarkt stemmen können, für ein solches Abkoppeln waren die Zahlen nicht stark genug. Dieses bullische Signal muss also kein Selbstläufer werden. Sich für den „Fall der Fälle“ abzusichern, indem man Long-Trades mit einem Respektabstand zur 200-Tage-Linie von ein bis zwei Euro via Stop Loss absichert, wäre daher unbedingt zu überlegen.

Chart vom 08.05.2019, Kurs 107,16 Euro, Kürzel SIE | LYNX Aktienempfehlungen

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN